Sieben neue Linden als Symbolbild
Die sieben alte Linden in der Südansicht
Die sieben alte Linden in der Westansicht

Die Sieben Linden noch ohne Bebauung, Ölgemälde um 1940 von Katharina Herold, geb. Hörhold, *1897 bis +1981 aus Neuses.
Mit freundlicher Genehmigung von Frau Ilse Hummel.

„Sieben neue Linden für Siebenlinden“

Vor einigen Jahren fiel eine Linde dieses Naturdenkmals im danach benannten Viertel einem Pilzbefall zum Opfer. Auch die übrigen sechs Linden sind bedroht. Damit fehlt diesem Ort nicht nur ein Baum, sondern auch ein Stück Identität in diesem beliebten Wohnviertel.
Wir als Bürgerverein möchten mit dem Grünflächenamt der Stadt Coburg diesen Platz wieder herstellen und für die nächsten Generationen neu gestalten! 
Mit ihrer Unterstützung wollen wir sieben neue Linden pflanzen! Helfen Sie mit einer Spende, den „Sieben-Linden-Platz“ wieder zu vervollständigen. 

Jeder Beitrag zählt – für unsere Umwelt, unsere 
Gemeinschaft und unsere Geschichte. Vielen Dank!
Spendenkonto:
Bürgerverein Coburg-Heimatring/Siebenlinden/Falkenegg e.V.
VR-Bank Coburg DE73 7836 0000 0001 3658 19
Verwendungszweck: „Sieben Linden“

 

Zur Geschichte der Linden
Eine Einschätzung des Historikers und Stadtheimatpflegers Dr. Christian Boseckert:
Bei den Siebenlinden handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine gezielt angelegte, symbolisch aufgeladene Baumgruppe aus dem 18. oder frühen 19. Jahrhundert. Die Bäume gehören zur Art Tilia europaea, einer gezüchteten Lindenform, die in der Natur nicht wild vorkommt. Solche Linden wurden früher bewusst an besonderen Orten gepflanzt – etwa als Gerichtsbäume, Versammlungsorte, Gedenkstätten oder Wegmarkierungen. 

Auch die Zahl sieben dürfte kein Zufall sein: Sie trägt eine symbolische Bedeutung und steht möglicherweise für Gerechtigkeit, Zusammenhalt oder Vollständigkeit – Anklänge an die „sieben Weisen“ oder „sieben Richter“ aus alten Rechtstraditionen sind denkbar.

Die Lage der Bäume unterstreicht ihre Bedeutung zusätzlich: Sie befanden sich direkt an einer ehemaligen Verbindungsstraße durch den Hörnleinsgrund zwischen Schloss Hohenfels bzw. Coburg nach Schloss Callenberg Das Gebiet war einst Teil des herzoglichen Domänenlands und wurde direkt vom Herzog verwaltet – in solchen Gebieten wurden bewusst Bäume als Zeichen oder Markierungen gesetzt.

Hinzu kommt der Flurname „Hörlesgrundäcker“ (früherer Flurname von Siebenlinden), der möglicherweise auf frühere Versammlungsfunktionen hindeutet: „Grund“ könnte eine Senke oder ein besonderes Flurstück bezeichnen, während „Hörle“ auf das Hören von Reden oder Verhandlungen verweist.

Insgesamt sind solche Lindengruppen keine Seltenheit. Die nächste bekannte befindet sich auf dem Veitsberg südlich von Bad Staffelstein.

All diese Aspekte – die besondere Baumart, die symbolträchtige Zahl, die markante Platzierung an einem historischen Weg, die Lage auf Domänenland und der Bezug zu einem sprechenden Flurnamen – sprechen dafür, dass die sieben Linden einst eine repräsentative, symbolische und möglicherweise rechtliche Funktion hatten.

Die sieben Linden sind gepflanzt.

Hier unsere Pressemitteilung dazu: 


Sieben neue Linden für Siebenlinden

Coburg – Der Bürgerverein Coburg - Heimatring-Siebenlinden-Falkenegg e.V. freut sich, die erfolgreiche Pflanzung von sieben Lindenbäumen im Viertel bekanntzugeben. Dank großzügiger Spenden der Mitglieder sowie zahlreicher Bürgerinnen und Bürger und lokaler Firmen konnte dieses nachhaltige Projekt verwirklicht werden. Ein besonderer Beitrag kam durch die große Sommerfest-Aktion des Vereins, deren Erlöse maßgeblich zur Finanzierung beigetragen hat.

Vor einigen Jahren fiel eine Linde des Naturdenkmals „Siebenlinden“ im danach benannten Viertel einem Pilzbefall zum Opfer. Damit fehlte diesem Ort nicht nur ein Baum, sondern auch ein Stück Identität in diesem beliebten Wohnviertel. Der Bürgerverein wollte mit dem Grünflächenamt der Stadt Coburg diesen Platz wieder herstellen und für die nächsten Generationen ertüchtigen. Das wurde nun geschafft. Sieben neue Linden wurden in den vergangenen Tagen zusätzlich zum alten Bestand vom Grünflächenamt fachgerecht gepflanzt und bilden nun einen neuen grünen Akzent im Quartier. Doch damit nicht genug: Im Frühjahr des kommenden Jahres wird zusätzlich eine Sitzgruppe aufgestellt, die den neu gestalteten Grünbereich ergänzt und zum Verweilen einlädt. Damit entsteht ein Ort, an dem Nachbarinnen und Nachbarn ins Gespräch kommen, Kinder spielen und Spaziergänger eine Pause einlegen können. Mehr zu der Geschichte der alten sieben Linden erfahren sie unter: www.bv-hsf.de/siebenlinden.

„Wir sind stolz darauf, was unser Viertel gemeinsam geschafft hat“, erklärt Michael Dorant, 2. Vorsitzender des Vereins. „Die Linden und die geplante Sitzgruppe sollen nicht nur zur Verbesserung des Stadtklimas und der Aufenthaltsqualität beitragen, sondern auch ein Symbol für den Zusammenhalt unserer Nachbarschaft sein.“

Der Bürgerverein bedankt sich herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die dieses Projekt ermöglicht haben. Weitere Aktivitäten zur Verschönerung und nachhaltigen Entwicklung des Viertels sind bereits in Planung.

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